PERSÖNLICHES

Kolumne: Die Sache mit dem Glücklich-Sein

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Es ist 21:00 Uhr, ich sperre meine Haustür auf, schlüpfe aus meinen schwarzen Heels und lege meinen Schlüssel an seinen gewohnten Platz. Es war ein langer Tag im Büro. Es zieht mich am Wohnzimmer vorbei, direkt zu meinem Fenster ins Schlafzimmer. Es regnet und leise prasseln die Regentropfen auf mein Fensterbrett. Die Luft ist warm und frisch und ich atme tief durch. Ich schaue dem Regen eine Weile zu, spüre den Wind auf meiner Haut und frage mich: bin ich eigentlich glücklich? Ich lasse meinen Blick durch den Raum schweifen, atme die frische Luft noch einmal tief ein. Ich schließe das Fenster und sage: ja, ich bin glücklich…aber ich musste es erst einmal lernen. 

Ein Text über das Glücklich-Sein schwebt mir schon so lange vor und bisher habe ich ihn immer aufgeschoben. Vielleicht weil ich selbst nie wirklich wusste, wie man das Thema Glücklich-Sein richtig anreißt? Vielleicht weil ich bisher noch selbst an dem perfekten Rezept fürs Glücklich-Sein gefeilt habe. Mittlerweile glaube ich aber meine ganz persönliche Formel zum Glücklich-Sein gefunden zu haben. Und diese Formel beinhaltet weder eine andere Person, einem Job, einer Tafel Schokolade oder einer bestimmten Aufgabe, sondern einfach nur das kleine Wörtchen ICH.

Vor knapp zwei Jahren hätte ich es wohl anders gesehen. Früher habe ich mein Glück oft von anderen abhängig gemacht. Vor allem von fremden Entscheidungen und von fremden Meinungen. Mein Glück war sehr abhängig von der Akzeptanz von anderen. Wer sein persönliches Wohlbefinden von fremden Gedanken abhängig macht, führt letztendlich auch ein fremdbestimmtes Leben – und ein fremdbestimmtes Leben ist – meistens zumindest – kein besonders glückliches Leben.

Ich habe recht lange gebraucht, um zu merken, dass mein Glück eigentlich nur von mir selbst abhängt. Dass es im Grund doch ganz egal ist, was andere Menschen von einem Denken, ob Fremde es gut finden was man gerade tut, welches Hobby man hat und welche Kleidung man trägt. Das wirklich Wichtige ist, dass man auf die Dinge verzichtet, die einen unglücklich machen und denen hinterherjagt, die einen – mich und dich – glücklich machen.

Also wie geht das jetzt mit dem Glücklich-Sein?

Es mag kitschig klingen, doch ich bin eines Tages morgens aufgewacht und wollte einfach nur glücklich sein! Es war und ist seitdem mein wichtigstes To-Do, das jeden Tag auf meiner kleinen imaginären Liste steht. Positives Denken und eine positive Einstellung zu seinem Alltag und vor allem zu sich selbst ist das A und O des ganzen Glücksspiels. Zunächst kann das ganz schön viel Arbeit sein (vor allem wenn man ein pessimistischer Mensch ist, wie ich es war und gerne lieber Probleme als Lösungen sucht).  Doch positives Denken zahlt sich aus! Seit über einem Jahr lasse ich jeden Tag ohne negative Gedanken auf mich zu kommen. Denn jeder negative Gedanke, zerstört doch auch ein bisschen die Chance aufs Glücklich-Sein und die Chance Grandioses zu erleben.

Ich würde lügen, gäbe ich nicht zu, dass die Perspektive von Vergangenheitsmarta mich noch manchmal einholt und sich klamm in meinen Nacken setzt. Dass ich mir manchmal wünschte, mein Freundeskreis wäre ein bisschen homogener, nicht ganz so verstreut, nicht ganz so eingespannt, manchmal spontaner, meine Kollegen manchmal lustiger, mein Job manchmal spannender, die Liebe etwas einfacher, die Kommentare am Blog etwas netter und mein Glück nicht ganz so selbstbestimmt. Denn wem gibt man denn die Schuld, wenn es mal nicht so rund läuft? Doch am Ende des Tages sind wir unseres eigenen Glückes Schmied und es liegt auch nur in unserer Hand unser Leben selbstbestimmt und glücklich zu verbringen. Prinzipiell vergessen wir/du/ich nämlich, dass wir uns eigentlich oft nur selbst im Weg stehen. Egal ob es um Erfolg, Liebe oder eben das ganz einfache tägliche Glück geht. Wir machen es von den Meinungen anderer abhängig und vergessen dabei ganz auf unsere innere Stimme zu hören. Glücklich-Sein ist nämlich eine ganz unspektakuläre Entscheidungssache, die nur in unseren kleinen Köpfchen geschehen kann (wenn wir es mal zulassen).

und was denkst Du?

1 Comment

  • Reply Tatjana 20. Juli 2016 at 13:44

    Toller Post und die pure Wahrheit! 🙂
    Liebe Grüße,
    Tatjana von https://sectionofstyle.com/

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