PERSÖNLICHES

Kolumne: Wenn Beziehungen zu Ende gehen

Ich habe es in meinem letzten Beitrag ja schon etwas angeteasert und gleich einen Haufen Mails von euch bekommen. Mit Fragen, wo ich denn so lange war, wann ein nächster Beitrag kommt und wieso ich denn jetzt eigentlich umgezogen bin. Und da ich in meiner Blogging Rubrik ja immer wieder predige, wie wichtig es ist ehrlich zu seinen Lesern zu sein und ein Blog ja von den persönlichen Erlebnissen und Meinungen des Bloggers lebt, habe ich mich dazu entschlossen nun sonntags immer eine kleine Kolumne zu veröffentlichen. In diesem ersten Beitrag möchte ich auch gleich sehr tief einsteigen und mit euch über das Thema „Wenn Beziehungen zu Ende gehen“ sprechen.

Wenn Beziehungen zu Ende gehen

„Ja wie, ihr seid nicht mehr zusammen? Ich dachte das läuft bei euch?“ Diese Frage habe ich in den letzten Monaten oft gestellt bekommen. Und zu Beginn ist mir die Antwort darauf gar nicht so leicht gefallen. Ich bin „eigentlich“ ein sehr privater Mensch, und auch wenn ich hier einen Blog habe und meine Gedanken mit der ganzen Welt teile, so gibt es doch Themen, die ich nicht mal mit meinen engsten Freunden bespreche, wie eben das Auf und Ab in einer Beziehung. Deshalb hat es meine Freunde wohl auch auch aus heiterem Himmel getroffen, als wir verkündet haben ab sofort lieber alleine glücklich zu sein. Umso mehr Zeit vergeht, umso leichter fällt es mir aber ganz offen darüber zu sprechen und wer sich jetzt einen skandalösen Vertrauensbruch erhofft, den muss ich leider enttäuschen. Nach fast 10 Jahren Zusammensein passiert es manchmal – ganz unspektakulär – dass man sich einfach auseinanderlebt. Man teilt nicht mehr die gleichen Interessen, der Alltag wird immer präsenter und die Zukunftspläne sind nicht mehr die gleichen, wie noch vor einigen Jahren. So random, wie Beziehungen zu Stande kommen, so können sie auch wieder zu Ende gehen. Dabei ist es ganz egal, wie lange man zusammen war. Aus dem Grund Antworte ich auf die Frage: „Ich dachte das läuft bei euch?“, „Ja eh, aber nicht mehr so!“. Schon komisch, wenn Selbstbild und Fremdbild bei Beziehungen so auseinaderdriften 

LBG2014 NewYears2-03Es ist niemals einfach

Auch wenn meine Trennung recht harmonisch verlief, denn wir wussten beide schon lange, dass es so am besten für uns ist. Dennoch ist das Ende einer Beziehung für niemanden einfach. Schlussmachen ist immer schwer. Trennungen sind immer mit Schmerz verbunden, es sind ja doch einige Jahre, die man zusammen verbracht hat und durch dick und dünn gegangen ist und auch zu einer Einheit gewachsen ist – vielleicht ist das aber auch das Problem. Viele meiner engsten Freundinnen sind bereits durch so einigen Herzschmerz gegangen und ich durfte mich immer als glückliche schätzen und das Drama aus der Ferne betrachten. Die eine wurde betrogen, die andere wollte unbedingt Kinder – er aber nicht. Sie wollte Karriere machen und er wollte das Leben auf dem Land. Sie wollte ins Ausland und noch Mal so richtig leben und er hat schon seinen Mittelpunkt gefunden. So viele kleine Dinge, die einen zusammenbringen, können letztendlich doch der ausschlaggebende Punkt für das Ende einer Beziehung sein. Ganz random und leider ganz einfach. Bei so vielen Konflikten stellt sich einem dann schon die Frage „wie lange kämpft man noch“ und wann ist genug eigentlich wirklich genug. Bei mir/uns war das im Vergleich zu vielen Freunden eigentlich ganz einfach – wenn die Gefühle nicht mehr da sind, was bleibt da eigentlich noch – Gewohnheit. Sicherheit, die man vielleicht nicht aufgeben will?

Plötzlich ist alles anders

Gemeinsame Freunde, die jetzt nicht ganz wissen, wie sie beide Seiten unter einen Hut bringen sollen und natürlich das ganze organisatorische Chaos, was eine Trennung mit sich bringt. Ich denke, man trennt sich immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn diese Entscheidung treffe ich nicht morgens am Frühstückstisch, weil der Abend nicht so verlief wie ich es wollte. Nein, ein auf Wiedersehen ist für mich ein Lebewohl und das auszusprechen wage ich mich nur, wenn ich weiß – es ist für beide Seiten die beste Lösung. Für kurze Zeit entsteht eine Lücke im Herzen, doch man macht auch Platz für Neues, Besseres und für seine ganz eigene Zukunft, mit einer gescheiterten Liebe in der Vergangenheit dafür aber mit einer grandiosen Freundschaft in der Zukunft…maybe…maybe not.

Ich interessiere mich unglaublich für eure Gedanken zum Thema Trennung? Was habt ihr erlebt? Ist es böse oder doch im Guten ausgegangen? Share the love in the comments!full33547559_a

2 Comments

  • Reply Luise 11. Juli 2016 at 22:32

    Hallo,
    Ein wirklich sehr schöner Post!
    Ich habe mich in letzter Zeit auch sehr viel mit dem Thema Trennung beschäftigt, obwohl ich mich selbst im Moment nicht in einer Trennungs Situation befinde. Der Satz in deiner Kolumne „Ja wie, ihr seid nicht mehr zusammen? Ich dachte das läuft bei euch?“ beschäftigt mich glaube ich am meisten. Ein Freund von mir hat sich vor kurzem von seiner Freundin getrennt, und sofort sind alle auf ihn los gestürtzt und haben ihn mit Fragen bombadiert. Was ? Wann ? Wo ? und vor allem Wieso ? Wieso hast du dich von ihr getrennt ? Ich dachte es läuft bei euch. Die typischen Sätze halt. Er war unglaublich fertig, denn wenn man sich trennt, muss man meistens nicht nur mit der Trennung selbst fertig werden, sondern oft auch noch mit den Menschen in deinem Umfeld, die alle meinen sich für deine Trennung interessieren zu müssen. Anstatt das es einfach akzeptiert wird, dass zwei Menschen sich auseinander gelebt haben muss man sich meistens noch rechtfertigen. Und das Warum steht ganz groß im Raum. Dabei ist eine Beziehung doch wirklich etwas was nur zwei Menschen etwas angeht.

    Gefällt mir unglaublich gut der Post, werde gleich mal weiter bei dir stöbern gehen 🙂
    Ich wünsche dir noch einen wunderschönen Tag!
    Liebste Grüße
    Luise von dem Blog Falubeli

  • Reply Modelirium 14. Juli 2016 at 8:36

    fühl dich gedrückt süße <3

    ich freu mich auf deine regelmäßigen kolumnen 🙂

  • Kommentar verfassen